Exemple de colle – La réunification allemande Exemple de colle – La réunification allemande
Une fois les écrits réussis, il est très important de bien préparer ses oraux, afin de pouvoir « convertir ». Pour cela, nous te conseillons de... Exemple de colle – La réunification allemande

Une fois les écrits réussis, il est très important de bien préparer ses oraux, afin de pouvoir « convertir ». Pour cela, nous te conseillons de relire ces deux articles pour savoir comment réaliser un bon oral d’allemand ici et .

Voici un exemple de colle sur un article du « Welt » portant sur le bilan de la réunification allemande trente ans plus tard et sur la satisfaction des Allemands de l’Est vis-à-vis de ce bilan.

 

Introduction

Der vorliegende Artikel ist der Zeitung “Die Welt” entnommen und wurde im Oktober 2020 veröffentlicht. Der Titel des Artikels lautet “Wurden die Ostdeutschen wirklich nicht gefragt” und der Text befasst sich mit dem Thema der Zufriedenheit der Ostdeutschen  mit der Wiedervereinigung 30 Jähre später. Tatsächlich fand am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung der BRD und der DDR statt. Helmut Kohl führte diesen historischen Moment mit souveräner Hand gegenüber sehr misstrauischen und etwas widerwilligen französischen und englischen Nachbarn. Ein echter Donnerschlag im globalen geopolitischen Umfeld, bestätigt diese Entscheidung den Zerfall der UdSSR. Die fünf Bundesländer der ehemaligen DDR schlossen sich mit denen der BRD zur Bundesrepublik Deutschland, wie wir sie heute kennen, zusammen. Auch die Stadt Berlin wird wiedervereinigt.

Er lässt sich in zwei Teile gliedern. Im ersten Teil untersucht der Journalist, dass viele Ostdeutschen heutzutage nicht zufrieden mit der Bilanz der Wiedervereinigung sind, und im zweiten Teil erklärt er, dass allerdings es paradox ist, weil die Mehrheit der Ostdeutschen für die Wiedervereinigung im Jahre 1990 waren.

 

Résumé du texte

Die Unzufriedenheit der Ostedeustchen

Einleitend weist der Verfasser darauf hin, dass viele Ostdeutschen heutzutage nicht zufrieden mit der Bilanz der Wiedervereinigung sind.  

In der Tat kann man zurzeit vielen Klagen hören, die die Bilanz der Wiedervereinigung kritisieren. Einige Klagen bedauern fast sie. Die Ostdeutschen wurden nämlich vor dem Beitritt nicht gefragt, ob sie ihre Arbeit und soziale Sicherheit aufgeben wollen, ob sie aus ihrer Heimat vertrieben werden möchten, ob sie ein völlig anderes Werte- und Rechtssystem übergestülpt bekommen möchten. Die Ostdeutschen betrauern, dass sie sich als Bürger zweiter Klasse fühlen. Sehr viele Ostdeutsche hätten „immer noch eine Doppelidentität ». Sie fühlen sich halb als einstige DDR- Bürger und halb als Bundesbürger. Die“ DDR-Bürger » seien gegen ihren Willen oder zumindest ohne nach ihren Wünschen gefragt worden zu sein am 3. Oktober 1990 Teil des vereinigten Deutschlands geworden. Also behaupten sie, dass es nicht demokratisch ist, weil die Demokratie die Wünsche der Mehrheit per Abstimmung aller Wahlberechtigten feststellt.

Das Paradox dieser Unzufriedenheit

In zweiten Abschnitt betont der Journalist, dass allerdings es paradox ist, weil die Mehrheit der Ostdeutschen für die Wiedervereinigung im Jahre 1990 waren.

Tatsächlich gab es mehrere Umfrage im Jahre 1980, um die Meinung der Ostdeutschen zu haben. Alle diese Umfrage waren für eine deutsche Wiedervereinigung. Bei vier freien, gleichen und geheimen Abstimmungen innerhalb von weniger als neun Monaten entschied sich also jeweils die deutliche Mehrheit der Wähler für die Wiedervereinigung, wie sie von Bundeskanzler Helmut Kohl und DDR- Ministerpräsident Lothar de Maizière vorangetrieben wurden. Und das, obwohl schon seit der ökonomisch übereilten, politisch aber unvermeidlichen Währungsunion der beiden deutschen Staaten die wirtschaftlichen Folgen unübersehbar waren. 88 Prozent der DDR-Bevölkerung sprach sich demnach für den Zusammenschluss beider deutscher Staaten aus, ebenso wie allerdings nur 71 Prozent der Bewohner der bisherigen Bundesrepublik.

Im Anschluss, wurde den Ostdeutschen also die Einheit keineswegs „übergestülpt“, sie wurden nicht „übernommen“. Im Gegenteil stimmte die große Mehrheit mehrfach dafür. Allerdings hätten die meisten damals Noch-DDR-Bürger die Wiedervereinigung lieber ohne deren Probleme bekommen, ohne heftigen ökonomischen Rückschlag und möglichst unmerklich. Das jedoch war ebenso eine Illusion wie „ein bisschen“ Einheit. Eigentlich beschimpfen jene Ostdeutsche, die heute die Wiedervereinigung kritisieren, also ihre eigenen unsinnigen Vorstellungen.

 

Soweit zur Zusammenfassung. Jetzt möchte ich zum Kommentar übergehen. 

 

Commentaire

Die politische Bilanz

Zuerst gibt es die politische Bilanz der Wiedervereinigung. « Zu groß für Europa, zu klein für die Welt », so Henry Kissinger. Man befürchtete, dass Deutschland zu viel Raum in Europa einnehmen würde. Tatsache ist aber, dass Deutschland trotz seiner boomenden Wirtschaft den Multilateralismus in der politischen Arena fördert. Es hat Frankreich zu seinem großen europäischen Verbündeten gemacht und handelt nie allein. Deutschland setzt seine Ansichten nur in wirtschaftlicher Hinsicht durch, hauptsächlich um seine Interessen zu wahren. Auf der internationalen Bühne, vor allem außerhalb Europas, bleibt sie jedoch sehr diskret. Eines ist sicher: Von außen betrachtet ist Deutschland ein und dasselbe.

Die wirtschaftliche Bilanz

Außerdem, was die wirtschaftliche Bilanz betrifft, so bestehen 30 Jahre später die Unterschiede fort und die Einheit ist noch lange nicht vollendet. Zunächst einmal gibt es in den neuen Bundesländern eine höhere Arbeitslosenquote und niedrigere Löhne. Überraschenderweise gibt es einen stärkeren demografischen Rückgang, immer noch im Osten. Diese Unterschiede gehen auf die Sowjetzeit zurück, die einen sehr starken Einfluss auf Mentalitäten und Lebensstile hatte. Die ehemalige DDR war zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung auch wirtschaftlich rückständig. Um diese Verzögerung auszugleichen, führte die Regierung 1991 einen Solidaritätszuschlag, den « Soli », ein, der von den westlichen Bundesländern gezahlt wurde, um den östlichen Bundesländern zu helfen. Es handelt sich um eine Abgabe in Höhe von 5,5 % des Haushalts- und Unternehmenseinkommens, die 1999 abgeschafft werden sollte, was aber nicht geschehen ist. Und trotz dieser Wirtschaftshilfe besteht diese Verzögerung auch heute noch, wenngleich sie weniger sichtbar ist.

 

Die gesellschaftliche Bilanz

Aus gesellschaftlicher Sicht schließlich sind die Ergebnisse gemischt. Die Berliner Mauer ist gefallen, aber die Grenzen bleiben in den Köpfen der Menschen bestehen. So fühlen sich 57% der Ostdeutschen als « Bürger zweiter Klasse ». Auch die Begriffe Wessis und Ossis (Menschen aus der ehemaligen BRD bzw. ehemaligen DDR) werden vermehrt verwendet. Es ist dieses Gefühl der Ablehnung bei einigen, das auch den Erfolg der AfD, der deutschen extremen Rechten, im Osten Deutschlands erklärt. Es ist sogar von « Ostalgie » die Rede, also von der Nostalgie nach der Sowjetzeit im Osten. War es vorher besser?

 

Conclusion

Am 3. Oktober feierte Deutschland den 30. Jahrestag seiner Wiedervereinigung. Dreißig Jahre sind viel, aber es kann auch wenig sein, vor allem in Bezug auf die Mentalitäten. Man löscht nicht einfach fast 45 Jahre der Trennung.

Clémence Desrousseaux